<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-4941815681349056564</id><updated>2012-02-16T12:22:21.708+01:00</updated><title type='text'>Qualitätspresse quergelesen</title><subtitle type='html'></subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://qwerleser.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4941815681349056564/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://qwerleser.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>querleser</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01472918704659673210</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>6</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4941815681349056564.post-807080820844333524</id><published>2007-09-18T12:29:00.001+02:00</published><updated>2007-09-18T12:29:12.771+02:00</updated><title type='text'>Wie die deutsche Empörungsmaschine funktioniert, was ein »Einzelfall« ist, und wie uns Eva Herman aus der Peinlichkeit half</title><content type='html'>&lt;div xmlns='http://www.w3.org/1999/xhtml'&gt;
Wunder-Apparat&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;
&lt;b&gt;Der Wochenrückblick mit Hans Heckel, Preussische Allgemeine&lt;/b&gt;
&lt;p&gt;Das ist ja gerade noch mal gutgegangen. Für Messerattacken 
wie jene auf den Rabbiner in Frankfurter haben die Empörungsbeauftragten von 
Bund und Ländern, Parteien und Verbänden im Grunde ein festes Reaktions-Schema 
im Ärmel. Im Fall Mügeln hatten sie es gerade erst wieder erprobt: Beschämung, 
Empörung und die öffentliche Bestrafung all der Leute, die es wagen, von 
„Einzelfall“ zu sprechen oder vom Ausdruck eines „allgemeinen Gewaltproblems“.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Kurz bevor die Berufenen nach dem Frankfurter Überfall zu 
ihren Mikrophonen gelangten, stellte sich jedoch heraus, daß der hinterhältige 
Überfall gar nicht ins Schema paßt. Fangen wir mit den Nebensächlichkeiten an: 
Im Unterschied zu Mügeln ist völlig klar, wer den Streit begonnen hat. Der Rabbi 
war seelenruhig auf dem Weg in die Synagoge, als er plötzlich niedergestochen 
wurde. Selbstverständlich hatte – im Gegensatz zu den Opfern in dem sächsischen 
Städtchen – der Geistliche auch nicht mit einer abgeschlagenen Flasche um sich 
gestochen, bevor ihn die Klinge traf.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Aber das ist, wie gesagt, nicht wichtig. Entscheidend ist 
vielmehr: Der Täter von Frankfurt ist offenkundig der falsche, nicht deutsch 
genug. Das haben alle auf Anhieb begriffen. Nur ausgerechnet Charlotte Knobloch 
nicht: Der Vorsitzenden des Zentralrats ist es unbegreiflicherweise völlig egal, 
ob ein Deutscher oder ein „südländisch“ aussehender Gewalttäter  antijüdische 
Parolen brüllend auf einen Rabbiner losgeht. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Sie verhält sich damit ziemlich unprofessionell, und ihre 
Bemerkung über die „No-go-Areas“ im Westen hätte fast eine unverantwortliche 
Debatte ausgelöst. In allen möglichen Internetforen, die nicht rechtzeitig 
abgeschaltet werden konnten, fiel den Deutschen gleich eine ganze Palette 
solcher „unbegehbarer“ Zonen in unseren Großstädten ein. Die Diskussion geriet 
vorübergehend fast außer Kontrolle.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Doch die Besonnenen brachten schnell wieder Ordnung in die 
Sache, indem sie Knoblochs Ausrutscher einfach übergingen. Ihr Stellvertreter 
Salomon Korn, der auch Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde in Frankfurt ist, 
beeilte sich, den Vorfall als „Einzeltat“ abzuheften, als „Ausnahmefall, der 
sich hoffentlich nicht wiederholt“. Er hoffe auf Rückkehr von „Normalität und 
Unbeschwertheit“. Das jüdische Opfer sei ohnehin „glimpflich davongekommen“.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Donnerwetter, der hat’s drauf: Vor nicht allzu langer Zeit 
war moralisch erledigt, wer zum Leben der deutschen Juden heute Wörter wie 
„Normalität“ oder gar „Unbeschwertheit“ in dem Mund nahm. Ausgerechnet nach der 
Messerstecherei geht das plötzlich. Und: Der Mügelner Bürgermeister Deuse wird 
sich von dem Makel nie wieder befreien können, den er sich eingefangen hat, als 
er hinsichtlich der heimatlichen Schlägerei von einem „Einzelfall“ sprach. Und  
wäre dem so was wie „glimpflich“ über die Lippen gehuscht … du liebe Zeit, dem 
hätten wir eingeheizt!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Erstaunlich, wie exakt die Dinge auseinandergehalten 
werden, je nach ethnischer Zugehörigkeit der Verdächtigen. Man kann es nur 
bewundern: Die deutsche Empörungsmaschine funktioniert so präzise wie ein 
Schweizer Uhrwerk und ist dabei belastbar wie Kruppstahl. Wie von Geisterhand 
bedient rast der Apparat in einem Moment noch auf höchster Drehzahl, um schon 
eine Sekunde später völlig stillzustehen. Kein herkömmliches Getriebe hielte dem 
stand. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Dabei wird die Maschine von Hunderten, ja Tausenden von 
Leuten bedient, dennoch alle wissen gleichzeitig, wann sie „Ein“ oder „Aus“ 
drücken müssen. Mutmaßliche Täter deutsch: „Ein“, mutmaßliche Täter irgend etwas 
anderes: „Aus“. Nur Charlotte Knobloch hat das noch nicht richtig begriffen. 
Aber die lernt das hoffentlich mit der Zeit. Ansonsten wußten alle von Angela 
Merkel bis Claudia Roth, daß Frankfurt im Unterschied zu Mügeln weder ihre 
„Beschämung“ noch ihre „Empörung“ wert war.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Nur notorische Konsensverletzer fragen hinterhältig nach: 
Wenn weder Frau Merkel noch Frau Roth wegen des Messerstechers beschämt oder 
empört sind, nur weil er vermutlich „Migrant“ ist, was sagt das über ihr 
Verhältnis zu unseren Migranten insgesamt aus? Will Merkel nicht die „Kanzlerin 
aller Menschen in unserem Land“ sein? Warum schämt sie sich dann zwar für 
mutmaßliche deutsche Täter, nicht aber für solche mit anderer Herkunft? Und 
gehören laut Claudia Roth nicht alle hier lebenden Völker zu „unserer 
Gesellschaft“? Warum wählt sie dann so messerscharf aus, über wessen Untaten sie 
sich empört und über wessen Frevel nicht? Wir könnten jetzt gemein sein und die 
Rassismusdebatte einmal ganz anders führen. Tun wir aber nicht, schließlich 
haben wir den Apparat gerade auf „Aus“ geschaltet. Deshalb hat es 
selbstverständlich auch keine Antifa-Demos durch Frankfurter 
„No-go“-Migrantenviertel gegeben.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Was die Erklärungsmuster für den islamistischen Terror 
angeht, haben wir uns eine wunderbare Leichtigkeit zugelegt. Letztlich geht es 
ja darum, die Schuld des Abendlandes nachzuweisen, welches die Attentäter 
geradezu zum Bombenlegen zwingt. Ziel muß es sein, der gefährlichen Mär Einhalt 
zu gebieten, die Morderei habe im Kern irgend etwas mit dem Islam zu tun. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Ursprünglich hatten wir da die „Schere zwischen Arm und 
Reich“ zur Hand: Die orientalischen Länder werden seit ich weiß nicht wann von 
uns ausgebeutet, weshalb sich die dortigen Völker aus der Armut gegen uns 
erheben und uns die tödliche Quittung servieren.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Leider kam dann heraus, daß Osama bin Laden, Mohammed Atta 
und ihre Freunde besser betucht und gebildet waren als die meisten ihrer Opfer. 
Dumme Sache. Aber macht nichts: Da blieb ja  noch die „jahrhundertelange 
Demütigung der orientalischen Völker durch die westlichen Kolonialmächte“, unter 
die auch Deutschland zu zählen ist, obschon es in der Region nie einen 
Quadratmeter besessen hat. Diese Demütigung quält die Nachfahren der einst 
Unterdrückten bis heute, wofür die sich nun rächen wollen, ob sie arm sind oder 
reich.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Klingt doch schlüssig, oder? Ja, fast, bis nun verhinderte 
Attentäter namens Fritz G. und Daniel S. verhaftet wurden, deren Vorfahren nicht 
orientalischer sind als die eines märkischen Milchbauern. Also ist es doch ein 
religiöser Antrieb, der zum Quell der Mordlust gereift ist? So eine Erklärung 
geht nicht, die wäre nämlich diskriminierend. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Also bleibt uns nichts anderes übrig, als abrupt das Thema 
zu wechseln. Was soll’s auch, längst haben wir uns daran gewöhnt, unsere als 
hohl entlarvten Erklärungsmuster wegzuschmeißen wie leergefressene Chipstüten. 
Stört niemanden mehr.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Und wenn gerade keine neue Tüte zur Hand ist, dann kann man 
ja auch einfach mal gar nichts sagen – wie zu Frankfurt. Ganz unproblematisch 
ist das allerdings nicht: Die moderne Medienwelt kennt keine Sendepausen mehr 
wie einst im Mai, es muß immer weitergelabert werden. Besonders, wenn es gilt, 
die merkwürdige Ruhe zu überdröhnen, die von der stillstehenden 
Empörungsmaschine ausgeht. Da kam Eva Herman gerade recht. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;Für die Maschine ist die Frau und das, was sie von sich 
gab, zu dürftig. So eine Angelegenheit erledigen wir im Vorbeigehen. Die 
Instrumente lagen ohnehin lange bereit. In den goldenen 80ern reichte bereits 
der bloße Hinweis auf Geburtenrückgang und die leiseste Anmahnung von 
sogenannter „Bevölkerungspolitik“, um ans Mutterkreuz genagelt zu werden. So 
leicht geht das leider nicht mehr, seitdem jemand den Zusammenhang von 
demographischer Entwicklung und unseren Renten ans Volk verpetzt hat. Die Herman 
mit ihrem Familienkram war deshalb nur schwer diffamierbar. Da war es nett, daß 
sie uns den Nazidolch selbst geliefert hat und nebenbei noch die Frankfurter 
Stille füllen half mit ihrem heiteren kleinen Ersatz-Aufreger.&lt;/p&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;p class='poweredbyperformancing'&gt;Powered by &lt;a href='http://scribefire.com/'&gt;ScribeFire&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4941815681349056564-807080820844333524?l=qwerleser.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://qwerleser.blogspot.com/feeds/807080820844333524/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4941815681349056564&amp;postID=807080820844333524' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4941815681349056564/posts/default/807080820844333524'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4941815681349056564/posts/default/807080820844333524'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://qwerleser.blogspot.com/2007/09/wie-die-deutsche-emprungsmaschine.html' title='Wie die deutsche Empörungsmaschine funktioniert, was ein »Einzelfall« ist, und wie uns Eva Herman aus der Peinlichkeit half'/><author><name>querleser</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01472918704659673210</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4941815681349056564.post-2650553093311778399</id><published>2007-09-07T13:44:00.001+02:00</published><updated>2007-09-07T13:44:40.016+02:00</updated><title type='text'>Mügeln: Wegen Stichen in Rücken auch Randale-Opfer unter Verdacht</title><content type='html'>&lt;div xmlns='http://www.w3.org/1999/xhtml'&gt;&lt;span class='Standard10p'&gt;&lt;span class='Standard10pBold'&gt;Staatsanwalt ermittelt gegen Inder&lt;/span&gt;&lt;br/&gt;
				&lt;span class='Standard8p'&gt;Mügeln: Wegen Stichen in Rücken auch Randale-Opfer unter Verdacht&lt;/span&gt;&lt;br/&gt;
				&lt;br/&gt;

				&lt;b&gt;MÜGELN - Die Stadtfest-Schlägerei von Mügeln: Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft auch gegen einen der verletzten Inder.&lt;/b&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Plötzlicher
Sinneswandel bei den Ermittlern: „Ein 41-jähriger Inder ist
Beschuldigter und wir führen ein Ermittlungsverfahren wegen Verdachts
der schweren Körperverletzung“, sagte Staatsanwalt Ricardo Schulz. Noch
am Mittwoch war davon keine Rede, obwohl ein 28-jähriges Opfer der
Volksfest-Randale bereits in der ersten Vernehmung nach der Schlägerei
Anzeige erstattet und den mutmaßlichen Täter auch identifiziert hatte
(Morgenpost berichtete). Er soll dem 28-Jährigen mit einer
abgebrochenen Bierflasche mehrfach in den Rücken gestochen haben.&lt;br/&gt;
&lt;br/&gt;
Das sei eine neue Entwicklung des Falls, sagte Schulz. „Wir haben den
indischen Festbesucher erst Anfang der Woche vernommen. Er hat sich
aber nicht zu den Beschuldigungen geäußert.“ Nun werde weiter
ermittelt. Nach wie vor ungeklärt ist auch, wodurch es zu den
Gewalttaten auf dem Stadtfest kam. Bereits kurz nach den Randalen waren
zwölf Ermittlungsverfahren gegen deutsche Festbesucher eingeleitet
worden. Auch hier gibt es noch keine Ergebnisse. Staatsanwalt Schulz
wies jegliche Einflussnahme auf die Ermittlungen zurück. „Wir ermitteln
ohne Ansehen der Person oder der Nationalität.“ &lt;/span&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;p class='poweredbyperformancing'&gt;Powered by &lt;a href='http://scribefire.com/'&gt;ScribeFire&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4941815681349056564-2650553093311778399?l=qwerleser.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://qwerleser.blogspot.com/feeds/2650553093311778399/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4941815681349056564&amp;postID=2650553093311778399' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4941815681349056564/posts/default/2650553093311778399'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4941815681349056564/posts/default/2650553093311778399'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://qwerleser.blogspot.com/2007/09/mgeln-wegen-stichen-in-rcken-auch.html' title='Mügeln: Wegen Stichen in Rücken auch Randale-Opfer unter Verdacht'/><author><name>querleser</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01472918704659673210</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4941815681349056564.post-8625539308295366282</id><published>2007-09-05T13:09:00.001+02:00</published><updated>2007-09-05T13:09:22.468+02:00</updated><title type='text'>Eine Hetzjagd hat es nie gegeben</title><content type='html'>&lt;div xmlns='http://www.w3.org/1999/xhtml'&gt;&lt;h1&gt;&lt;small&gt;&lt;small&gt;&lt;small&gt;&lt;em&gt;Falls sich jemand wundert, warum die Massenmedien Mügeln von einem Tag
zum anderen plötzlich uninteressant finden: Vielleicht ist das hier der
Grund?&lt;/em&gt;&lt;/small&gt;&lt;/small&gt;&lt;/small&gt;&lt;/h1&gt;&lt;h1&gt; Staatsanwalt bewertet Angriff auf Inder nicht als Hetzjagd &lt;/h1&gt; &lt;p class='byline'&gt;  &lt;span class='date'&gt; Vor 5 Tagen &lt;/span&gt;  &lt;/p&gt; &lt;p&gt; Leipzig (AFP) — 
            Die
            Staatsanwaltschaft Leipzig bewertet den Angriff auf acht
            Inder im sächsischen Mügeln nach der Vernehmung
            von 125 Zeugen nicht als Hetzjagd. Es gebe keine
            Anhaltspunkte, dass vom Festzelt des Stadtfests bis zur
            schräg gegenüberliegenden Pizzeria eine solche
            Jagd stattgefunden habe, teilte die Behörde mit. Auch
            Anhaltspunkte, dass "die Ereignisse insgesamt auf einem
            geplanten und organisierten rechtsextremistischen
            Hintergrund beruhten, haben sich nicht ergeben".
             Unterdessen begrüßte FDP-Chef Guido
            Westerwelle die jüngste Klarstellung des
            Mügelner Bürgermeisters Gotthard Deuse (FDP) zu
            dessen umstrittenen Äußerungen über den Vorfall.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Deuse habe deutlich gemacht, "dass es nichts zu
            verharmlosen gibt", sagte Westerwelle der "Neuen
            Osnabrücker Zeitung". Deuses Klarstellung
            könne jedermann nachlesen. "Das war notwendig und
            das begrüße ich", erklärte der
            Parteichef.  &lt;/p&gt;&lt;p&gt;Zuvor hatte Deuse der "Leipziger Volkszeitung"
            gesagt: "Ich bin überhaupt nicht stolz darauf, was
            in Mügeln passiert ist, und es gibt nichts zu
            verharmlosen." Er sei "gegen jede Form von Gewalt
            und gegen jede Form von Ausländerfeindlichkeit."
             Deuse relativierte damit seine umstrittenen Aussagen,
            die er gegenüber der rechtskonservativen Zeitung
            "Junge Freiheit" gemacht hatte. Rechtsextremismus
            als Motiv für die Hetzjagd in seiner Stadt hatte er
            dabei ausgeschlossen. Er sei stolz, Deutscher zu sein, hatte
            Deuse gesagt, und war dafür auch von der FDP kritisiert worden.&lt;/p&gt;&lt;p&gt;Das in Leipzig laufende Ermittlungsverfahren wegen
            Landfriedensbruch, Volksverhetzung und gefährlicher
            Körperverletzung wurde derweil auf zwölf
            Männer ausgeweitet. Dabei handelt es sich um aus
            Mügeln und Umgebung stammende Verdächtige im Alter
            von 17 bis 35 Jahren. Von diesen sei nach dem bisherigen
            Erkenntnisstand keiner wegen rechtsextremistischer
            Straftaten vorbestraft. Die Suche nach weiteren
            Verdächtigen werde mit Hochdruck fortgeführt.&lt;br/&gt;&lt;/p&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;p class='poweredbyperformancing'&gt;Powered by &lt;a href='http://scribefire.com/'&gt;ScribeFire&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4941815681349056564-8625539308295366282?l=qwerleser.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://qwerleser.blogspot.com/feeds/8625539308295366282/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4941815681349056564&amp;postID=8625539308295366282' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4941815681349056564/posts/default/8625539308295366282'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4941815681349056564/posts/default/8625539308295366282'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://qwerleser.blogspot.com/2007/09/eine-hetzjagd-hat-es-nie-gegeben.html' title='Eine Hetzjagd hat es nie gegeben'/><author><name>querleser</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01472918704659673210</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4941815681349056564.post-3349632648075496841</id><published>2007-08-31T00:34:00.001+02:00</published><updated>2007-08-31T00:34:11.544+02:00</updated><title type='text'>Was der Bürgermeister von Mügeln tatsächlich gesagt hat</title><content type='html'>&lt;div xmlns='http://www.w3.org/1999/xhtml'&gt;&lt;b&gt;„Ein neues Sebnitz“&lt;/b&gt;&lt;br/&gt;&lt;p&gt;
Nach der Gewalt in Mügeln steht der Ort am Pranger. Bürgermeister Gotthard 
Deuse kämpft für seine Stadt&lt;br/&gt;
Moritz Schwarz&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Herr Deuse, von einer „Hetzjagd auf acht Inder in Mügeln, die schließlich 
verprügelt wurden“ sprechen seit Tagen die meisten Medien und Politiker. Sie 
aber sagen: „So war das gar nicht.“&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Deuse:&lt;/b&gt; Tatsächlich stand die Prügelei, bei der die Inder – und vier Deutsche 
– verletzt wurden, nicht am Ende, sondern am Anfang der Geschehnisse. Daraus 
erst ergab sich dann offenbar die Flucht in die Pizzeria Picobello. Um nicht 
mißverstanden zu werden: Ich verurteile jede Form der Gewalt auf das schärfste! 
Aber es ist schon ein Unterschied, ob die Inder unschuldig und aus 
fremdenfeindlichen Motiven überfallen, gejagt und dann verprügelt wurden, wie 
das jetzt von den meisten Medien dargestellt wird. Oder ob sich in einem 
Festzelt eine an sich unpolitische Prügelei entsponnen hat – an deren Entstehen 
die Inder überdies möglicherweise einen Anteil hatten. Und die dann in einer 
Flucht mündete, in deren Verlauf aus Wut dumme und unsägliche Parolen gerufen 
wurden – wobei noch nicht einmal geklärt ist, ob das wirklich die Tatbeteiligten 
waren oder irgendwelche trittbrettfahrenden Zaungäste. Ich sage nicht, daß es so 
war, ich sage nur, keiner weiß, ob es vielleicht nicht so war, und deshalb hat 
auch keiner das Recht, in dem Fall vorschnell politisch zu urteilen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Was vermuten Sie? Wie hat es sich zugetragen?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Deuse:&lt;/b&gt; Das versucht die Polizei jetzt herauszufinden. Ich kann und will den 
Ermittlungsergebnissen nicht vorgreifen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Es ist allerdings auf jeden Fall äußerst bedenklich, wenn eine Gruppe in 
gewalttätiger Absicht einer kleineren Gruppe nachsetzt und dabei aggressive 
politische Parolen gerufen werden.&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Deuse:&lt;/b&gt; Kein Zweifel, und deshalb haben wir auch jede Art von Gewalt 
entschieden verurteilt!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Die Grünen im Land haben Sie für Ihre Aussagen scharf angegriffen und 
mitgeteilt, es sei für die Wertung des Vorfalls als „rassistisch“ nicht von 
Belang, wer die Prügelei begonnen habe.&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Deuse:&lt;/b&gt; So eine rechtsstaatlich mangelhafte Unreflektiertheit ist doch ein 
Skandal! Aufgrund einer solchen Haltung wird Mügeln nun zu Unrecht – nicht nur 
in Deutschland, sondern in der ganzen Welt – als rechtsextremes Städtchen 
dargestellt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Und das ist es nicht?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Deuse:&lt;/b&gt; Ganz klar: Nein!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Wieso spricht dann der ehemalige Regierungssprecher und Vorsitzende des 
Vereins „Gesicht zeigen!“, Uwe-Karsten Heye, mit Blick auf Mügeln von Meidezonen 
für Ausländer, sogenannten „no-go areas“, in den neuen Bundesländern?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Deuse:&lt;/b&gt; Ich weiß nicht, ob es solche Zonen überhaupt gibt, mir zumindest sind 
keine bekannt. Und Mügeln ist ganz bestimmt keine. Der indische Pizzeriabesitzer 
ist seit Jahren ein integrierter Bürger unseres Städtchens. Die übrigen 
betroffenen Inder kommen zwar nicht direkt aus Mügeln, sind aber schon seit 
zwölf Jahren zweimal wöchentlich auf unserem Wochenmarkt. Und seit zwölf Jahren 
feiern wir schon unser Altstadtfest – es gab da noch nie Reibereien. Außerdem: 
Am Tag nach dem Vorfall ging das Fest weiter, mit dabei waren acht Vietnamesen 
und es gab nicht den geringsten Ärger! Wer behauptet, in Mügeln seien Ausländer 
potentiell ihres Lebens nicht sicher, war noch nie hier oder ist entschieden 
böswillig. Natürlich gibt es in Mügeln auch Leute mit rechter Gesinnung, aber 
die gibt es überall, und von einer rechten Szene kann man nicht sprechen. Das 
bestätigt auch die Polizei. Zwar gab es in unserem Landkreis in der 
Vergangenheit auch rechtsextreme Straftaten, aber noch nie in Mügeln.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Sachsens grüne Fraktionschefin Antje Hermenau meint, mit Ihren Äußerungen 
machten Sie den „Rassismus salonfähig“.&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Deuse:&lt;/b&gt; Das ist wieder so eine giftige Parole, die nur beweist, daß Frau 
Hermenau von Dingen redet, über die sie nicht informiert ist. Ich lade sie 
herzlich ein, sich Mügeln mal anzuschauen, damit sie auch weiß, wovon sie 
spricht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Laut „Financial Times Deutschland“ haben Sie die erschollenen „Ausländer 
raus!“-Rufe mit den Worten kommentiert: „Solche Parolen können jedem mal über 
die Lippen kommen.“&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Deuse:&lt;/b&gt; Und ich habe ausdrücklich angefügt, daß ich das nicht gutheiße! Der 
FTD-Journalist, dem ich das gesagt habe, mußte auf Nachforschung der 
Bundesgeschäftsstelle meiner Partei zugeben, daß er diesen Nachsatz 
unterschlagen hat!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Haben Sie eine Gegendarstellung verlangt?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Deuse:&lt;/b&gt; Wir sind noch dabei, das zu prüfen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Sachsens Innenminister Albrecht Buttolo wiederum wirft Ihnen vor, daß Sie 
Rechtsextremismus als Ursache für den Vorfall ausgeschlossen haben.&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Deuse:&lt;/b&gt; Ja, ich sage klipp und klar: Rechtsextremismus schließe ich aus. Denn 
es besteht ein Unterschied zwischen ausländerfeindlichen Parolen von Betroffenen 
und Rechtsextremismus.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Inwiefern?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Deuse:&lt;/b&gt; Rechtsextremismus ist eine politische Haltung, die von einschlägigen 
Aktivisten getragen wird und auf den Sturz unserer Verfassung zielt. Aber auch 
wenn der Innenminister mich kritisiert, so sind wir doch dankbar für das 
Zeichen, daß unser Landesvater Georg Milbradt mit seinem Besuch bei uns gesetzt 
hat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Hat er durch seinen demonstrativen Auftritt unmittelbar nach den Vorfällen 
nicht mit dazu beigetragen, die Stadt an den Pranger zu stellen?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Deuse:&lt;/b&gt; Der Ministerpräsident hat nach seinem Besuch deutlich gesagt, daß er 
zwar einen rechtsextremen Zusammenhang nicht ausschließen kann, aber daß es eben 
auch ganz anders gewesen sein könnte.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Seine Visite wurde aber keineswegs damit begründet, den Mügelnern 
beizustehen, sondern um ein Zeichen zu setzen gegen die „Jagd auf Menschen“, wie 
es in den Medien hieß.&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Deuse:&lt;/b&gt; Das hätte er auch per Presseerklärung tun können. Nein, Georg Milbradt 
hat damit vielmehr gezeigt, daß er sich als Ministerpräsident aller Sachsen 
versteht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Auch Angela Merkel hat sich eingeschaltet.&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Deuse:&lt;/b&gt; Es ist natürlich klar, daß die Bundeskanzlerin nicht extra nach Mügeln 
reisen kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Auch ihre Äußerung enthielt keine Beistandsadresse für die Mügelner, sondern 
eine Verurteilung der skandalisierten Geschehnisse.&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Deuse:&lt;/b&gt; Das mag sein, sie steht eben auch unter Druck.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Inwiefern?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Deuse:&lt;/b&gt; Kein Kommentar.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Sind Sie enttäuscht von ihr?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Deuse:&lt;/b&gt; Von wem ich enttäuscht bin, ist Minister Wolfgang Tiefensee. Statt 
seiner populistischen Aussagen hätte ich von ihm, der schließlich auch Sachse 
ist und Oberbürgermeister von Leipzig war, erwartet, daß er sich zwei Minuten 
Zeit nimmt und fragt: „Nu‘ erzähl doch mal, wie war das denn, nach allem, was du 
weißt?“ Aber: Nichts.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Warum interessiert ihn das Ihrer Meinung nach nicht? Warum wird Mügeln nach 
Ihrer Ansicht von den Medien so falsch dargestellt?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Deuse:&lt;/b&gt; Meine Vermutung ist, das Sommerloch ist jedes Jahr ein großes Problem, 
und da stürzt man sich dankbar auf alles, was sich bietet.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Seit Tagen sind Sie mit nichts anderem beschäftigt, als Journalisten diese 
Gesichtspunkte darzulegen. Warum ändert sich dennoch nichts an der Darstellung 
des Falles in den meisten Medien?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Deuse:&lt;/b&gt; Ich habe den Eindruck, viele Journalisten wollen das gar nicht hören. 
Nachdem sie die Geschichte von der rechtsextremen Hetzjagd so schnell 
rausposaunten, haben sie jetzt natürlich das Problem, daß sie als die Blamierten 
dastünden, wenn sie jetzt alles zurücknehmen müßten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Das heißt, Sie sehen Mügeln als eine Art neues Sebnitz?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Deuse:&lt;/b&gt; Was Sebnitz ausmachte, war die Vorverurteilung einer Stadt durch 
Medien und Politik: Urteilen, ohne die Fakten zu kennen! Diese Definition paßt 
auch auf Mügeln, insofern sehe ich Mügeln in der Tat als neues Sebnitz. Es 
enttäuscht mich, daß die Medien aus Sebnitz und auch aus dem Fall Potsdam vom 
April 2006 offenbar nichts gelernt haben. Damit schaden unsere Medien 
Deutschland erheblich: Denn entgegen der Wahrheit klagen wir uns selbst vor 
aller Welt als Hort des Rechtsextremismus an. Und im übrigen fürchte ich, daß 
all dies dazu beiträgt, daß der Fall vielleicht niemals vollständig aufgeklärt 
wird.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Warum?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Deuse:&lt;/b&gt; Weil manche Zeugen aus Angst, beschimpft zu werden, sich gar nicht 
mehr äußern könnten. Leider ist die Schwelle des Anstands in Deutschland extrem 
gesunken. Es geht inzwischen oft nicht mehr darum, was passiert ist, sondern nur 
noch darum, zu verurteilen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Gerade die „Kampf gegen Rechts“-Atmosphäre könnte also die Aufklärung 
verhindern?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Deuse:&lt;/b&gt; Wenn sich die Bürger nur darauf verlassen könnten, daß ihnen 
unvoreingenommen begegnet wird! Aber man muß ja jederzeit damit rechnen, daß 
alles, was man sagt, von gewissen Leuten nur dazu benutzt wird, um deren 
Vorurteile zu bestätigen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Fühlen sich die Mügelner persönlich verletzt?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Deuse:&lt;/b&gt; Ich denke schon. Wir haben etwa jede Menge Haßpost bekommen, allein 
194 E-Mails. Darin werde ich zum Beispiel als Nazi-Schwein beschimpft. Wirklich 
reichlich unter der Gürtellinie!&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Von wem kommen diese Zuschriften?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Deuse:&lt;/b&gt; Leider sind vor allem Absender aus den alten Bundesländern darunter. 
Aber ich bin mir sicher, nicht alle Westdeutschen denken so. Ich habe auch einen 
Anruf eines älteren Mannes irgendwo aus Bayern bekommen, der mir Mut gemacht 
hat. Was mich übrigens besonders erschüttert hat, waren die wütenden 
Zuschriften, die wir bekommen haben, nachdem ich es gewagt hatte, öffentlich 
darauf hinzuweisen, daß es außer den acht verletzten Indern auch vier verletzte 
Deutsche gibt. Tenor: „Was gehen uns angesichts der indischen die deutschen 
Opfer an?“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Sie sehen eine Diskriminierung der deutschen Opfer?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Deuse:&lt;/b&gt; Nein, jedes Opfer, gleich welcher Nationalität, ist ein Opfer zuviel.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Sie haben einen der verletzten Inder im Krankenhaus besucht.&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Deuse:&lt;/b&gt; Und ihm einen Blumenstrauß gebracht.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Haben Sie auch die deutschen Opfer besucht?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Deuse:&lt;/b&gt; Die waren da schon wieder entlassen. Sonst hätte ich das 
selbstverständlich auch getan. Aber ich verstehe, was Sie meinen. Ich kann diese 
Verklemmung bei uns Deutschen selbst nicht verstehen. Ich bin Jahrgang 1948 und 
habe mit dem braunen Terror von damals nichts zu tun, und deshalb frage ich 
mich: Warum können wir Deutsche eigentlich nicht – so wie das doch 2006 zur WM 
sehr schön gelungen ist – unverkrampft zu uns selbst stehen? Warum dürfen nicht 
auch wir mal unseren Nationalstolz zeigen? Ich zum Beispiel bin stolz darauf, 
Deutscher zu sein, aber wenn ich das sage, lande ich ja schon wieder in der 
Ecke. In anderen Ländern, etwa in Frankreich, ist man wie selbstverständlich von 
rechts bis links stolz darauf, Franzose zu sein. Das ist doch schön.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Woher kommt dieses Problem?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Deuse:&lt;/b&gt; Das ist eine schwierige Frage. Sicher aber sind die echten 
Rechtsextremisten dafür verantwortlich, daß wir immer wieder in diesen Ruch 
kommen: Denken Sie nur an den jüngsten Übergriff auf zwei Afrikaner im 
rheinland-pfälzischen Guntersblum. Aber ebenso auch all diejenigen, die hier 
ständig neue angeblich rechtsextreme Zwischenfälle herbeiphantasieren und in 
alle Welt hinausposaunen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Bei aller Übertreibung des „Kampfes gegen Rechts“ ist rechtsextreme Gewalt – 
ebenso, wie die von links – durchaus ein existierendes Problem. Woher kommt es?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Deuse:&lt;/b&gt; Dazu möchte ich mich nicht äußern, sonst werden wieder alle Kübel über 
mir ausgekippt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Hätten Sie bei der Wende 1989 geglaubt, daß wieder eine Zeit kommt, in der 
Sie Ihre Meinung nicht offen sagen können?&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Deuse:&lt;/b&gt; Nein, aber das ist eben die tiefe Kluft, die bei uns zwischen Medien 
und Volk entstanden ist.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;i&gt;Sie meinen wie vor 1989 zwischen Volk und Partei&lt;/i&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Deuse:&lt;/b&gt; Das haben Sie gesagt.&lt;/p&gt;

&lt;p&gt;&lt;b&gt;Gotthard Deuse&lt;/b&gt;: steht seit den Vorfällen in Mügeln wegen seiner öffentlichen Äußerungen im 
Kreuzfeuer der Kritik. Seit 1990 ist er der Bürgermeister der sächsischen 
Kleinstadt im Landkreis Torgau-Oschatz. Das FDP-Mitglied trat 1972 der 
Liberal-Demokratischen Partei Deutschlands (LDPD) bei, einer der 
DDR-Blockparteien, die 1990 mit der FDP fusionierte. Geboren wurde der 
Diplomingenieur für Dieselmotoren 1948 in Mügeln. &lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Stadt Mügeln&lt;/b&gt;:
Die Gemeinde liegt nahe der Autobahn A 14 auf halbem Wege von Leipzig nach 
Dresden am Fluß Döllnitz. 984
n. Chr. erstmals urkundlich erwähnt, hat die Stadt heute knapp 5.000 Einwohner. 
Bekannt ist sie für ihre historische Schmalspurbahn „Wilder Robert“.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Kontakt und 
Information&lt;/b&gt;:
Stadtverwaltung, Markt 1, 04769 Mügeln, Tel: 03 43 62 / 41 00, Internet: 
&lt;a href='http://www.stadt-muegeln.de/' target='_blank'&gt;www.stadt-muegeln.de&lt;/a&gt;&lt;br/&gt;&lt;a align='left' class='klein'&gt;© JUNGE FREIHEIT Verlag GmbH &amp;amp; Co. 36/07 31. August 2007&lt;/a&gt;&lt;br/&gt;&lt;/p&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;p class='poweredbyperformancing'&gt;Powered by &lt;a href='http://scribefire.com/'&gt;ScribeFire&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4941815681349056564-3349632648075496841?l=qwerleser.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://qwerleser.blogspot.com/feeds/3349632648075496841/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4941815681349056564&amp;postID=3349632648075496841' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4941815681349056564/posts/default/3349632648075496841'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4941815681349056564/posts/default/3349632648075496841'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://qwerleser.blogspot.com/2007/08/was-der-brgermeister-von-mgeln.html' title='Was der Bürgermeister von Mügeln tatsächlich gesagt hat'/><author><name>querleser</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01472918704659673210</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4941815681349056564.post-6851997433148278909</id><published>2007-08-30T22:38:00.001+02:00</published><updated>2007-08-30T22:38:49.460+02:00</updated><title type='text'>Beweisfälschungen gegen Libyen im Fall Lockerbie</title><content type='html'>&lt;div xmlns='http://www.w3.org/1999/xhtml'&gt;&lt;p class='blau bold fs-12 lh-15 sp-0'&gt;Lockerbie-Attentat&lt;/p&gt;&lt;p class='schwarz-bold-14-17 sp-0'&gt;Explosiver Widerruf&lt;/p&gt;&lt;p class='dunkelgrau-kursiv-12-16 sp-0 sp-tp-2'&gt;Von Johannes Leithäuser, London&lt;/p&gt;&lt;img width='363' height='1' src='http://www.faz.net/img/leer.gif'/&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;span class='dunkelgrau fs-12 lh-16'&gt;&lt;table width='174' cellspacing='0' cellpadding='0' border='0' style='float: left; margin-top: 3px; margin-right: 5px; margin-bottom: 6px;'&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;a href='http://www.faz.net/s/RubDDBDABB9457A437BAA85A49C26FB23A0/Doc%7EE6CC5F02CD64942F8AF7197B74E0BE5F1%7EATpl%7EEcommon%7ESMed.html'&gt;&lt;img width='174' height='174' border='0' alt='' src='http://www.faz.net/m/%7B3D5A6661-57A7-47CA-90AD-293DBD5CCE2E%7DFile1.jpg'/&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td onclick='location=&amp;apos;/s/RubDDBDABB9457A437BAA85A49C26FB23A0/Doc~E6CC5F02CD64942F8AF7197B74E0BE5F1~ATpl~Ecommon~SMed.html&amp;apos;; ' style='cursor: pointer;' class='bu'&gt;259 Menschen starben bei dem Attentat - gegen Libyen wurde ermittelt&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt; &lt;span class='dunkelgrau fs-12 lh-16'&gt;&lt;i&gt;30. August 2007 &lt;/i&gt;&lt;br/&gt;Vier Seiten ist die persönliche Erklärung eines Schweizer Ingenieurs lang. Sie könnte 19 Jahre Ermittlungen und Prozesse zum Bombenanschlag auf den PanAm-Flug 103 über dem schottischen Lockerbie zunichtemachen. Libyen wäre dann nicht mehr für den schwersten ihm zugerechneten Terroranschlag verantwortlich.&lt;/span&gt;&lt;br/&gt;&lt;p class='dunkelgrau fs-12 lh-16'&gt;Der Sprengsatz explodierte am 21. Dezember 1988 im vorderen Rumpf einer Boing 747 der amerikanischen Fluggesellschaft in 9000 Meter Höhe; alle 259 Menschen an Bord und elf Einwohner der Ortschaft Lockerbie starben – durch die Explosion, den Aufprall am Boden, Verpuffungen und Brände.&lt;/p&gt;&lt;p class='dunkelgrau fs-12 lh-16'&gt;&lt;b&gt;Beweisfälschung?&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;table width='111' cellspacing='0' cellpadding='0' border='0' style='float: right; margin-top: 3px; margin-left: 3px; margin-bottom: 6px;'&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;a href='http://www.faz.net/s/RubDDBDABB9457A437BAA85A49C26FB23A0/Doc%7EE6CC5F02CD64942F8AF7197B74E0BE5F1%7EATpl%7EEcommon%7ESMed.html#85A91274071A4191AB9F171EE45FC025'&gt;&lt;img width='111' height='61' border='0' alt='' src='http://www.faz.net/m/%7B85A91274-071A-4191-AB9F-171EE45FC025%7DFile2.jpg'/&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td onclick='location=&amp;apos;/s/RubDDBDABB9457A437BAA85A49C26FB23A0/Doc~E6CC5F02CD64942F8AF7197B74E0BE5F1~ATpl~Ecommon~SMed.html#85A91274071A4191AB9F171EE45FC025&amp;apos;; ' style='cursor: pointer;' class='bu'&gt;Die Einzelteile des Flugzeugs waren auf einer riesigen Fläche verteilt&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt; &lt;p class='dunkelgrau fs-12 lh-16'&gt;Mehr als zwölf Jahre später, am 31. Januar 2001, wurde der libysche Geheimdienstoffizier Megrahi von einem in den Niederlanden tagenden schottischen Gericht schuldig gesprochen und zu lebenslanger Haft verurteilt. Seine Berufung scheiterte zunächst. Ende Juni 2007 entschied jedoch eine schottische Revisionskommission, das erste Gericht habe ein „Fehlurteil“ gefällt, ein neues Berufungsverfahren sei zulässig.&lt;/p&gt;&lt;p class='dunkelgrau fs-12 lh-16'&gt;Am 18. Juli gab der Schweizer Ingenieur Ulrich Lumpert eine Erklärung ab, in der er frühere Angaben in den Lockerbie-Ermittlungen widerruft und feststellt, einzelne Beweisstücke seien „vorsätzlich politisch“ manipuliert worden.&lt;/p&gt;&lt;p class='dunkelgrau fs-12 lh-16'&gt;Er wolle nun mit seiner Erklärung „den Anschuldigungen Libyens, für die Lockerbie-Tragödie verantwortlich zu sein, ein Ende setzen“. Der Prozessbeobachter der Vereinten Nationen, der österreichische Philosoph Hans Köchler, verlangt unter Hinweis auf die Aussagen Lumperts, jetzt müsse die schottische Justiz von Amts wegen mögliche Beweisfälschungen untersuchen.&lt;/p&gt;&lt;p class='dunkelgrau fs-12 lh-16'&gt;&lt;b&gt;10.000 Einzelteile wurden untersucht&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class='dunkelgrau fs-12 lh-16'&gt;Die Explosion in großer Höhe hatte die Bestandteile des Flugzeuges und seines Inhaltes auf einer Fläche von rund 2000 Quadratkilometern zerstreut, mehr als 10.000 Einzelteile wurden gefunden und gesichtet. Der amerikanische Auslandsgeheimdienst CIA und der britische MI5 trugen zu den Ermittlungen bei.&lt;/p&gt;&lt;p class='dunkelgrau fs-12 lh-16'&gt;Unter den terroristischen Gruppen, die sich des Anschlages bezichtigten, wurde in einer ersten vorläufigen Einschätzung amerikanischer Sicherheitskreise den „Wächtern der Islamischen Revolution“ die höchste Glaubwürdigkeit zuerkannt. Diese Gruppe hatte behauptet, der Anschlag sei die Vergeltung für den Abschuss eines iranischen Passagierflugzeugs durch die Amerikaner ein halbes Jahr zuvor.&lt;/p&gt;&lt;p class='dunkelgrau fs-12 lh-16'&gt;&lt;b&gt;Bombensprengstoff mit Kinderkleidung umwickelt&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class='dunkelgrau fs-12 lh-16'&gt;Später wurden auch Ähnlichkeiten der Lockerbie-Bombe mit der Bombenkonstruktion der „Volksfront zur Befreiung Palästinas – Generalkommando“ festgestellt, die in Deutschland beschlagnahmt worden war. Vor allem aber rückte Libyen ins Visier der Ermittler, das in den achtziger Jahren mehrfach mit Amerika in Konflikt geraten war.&lt;/p&gt;&lt;p class='dunkelgrau fs-12 lh-16'&gt;Im Jahr 1986, zweieinhalb Jahre vor dem Lockerbie-Attentat, war Libyen für den Bombenanschlag auf die Berliner Diskothek „La Belle“ verantwortlich, die von vielen amerikanischen Soldaten besucht wurde. Amerikanische Flugzeuge bombardierten daraufhin Tripolis und Bengasi.&lt;/p&gt;&lt;p class='dunkelgrau fs-12 lh-16'&gt;Die Ermittlungen in Lockerbie stützten sich Anfang der neunziger Jahre schließlich auf den maltesischen Ladenbesitzer Gauci, in dessen Geschäft der spätere Angeklagte Megrahi jene Kinderkleidung gekauft haben soll, mit der der Bombensprengstoff in einem Schalenkoffer umwickelt gewesen sei. Megrahi war zu jener Zeit auf Malta für die staatliche libysche Fluggesellschaft tätig.&lt;/p&gt;&lt;p class='dunkelgrau fs-12 lh-16'&gt;&lt;b&gt;Lybien lieferte die zwei Angeklagten aus&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class='dunkelgrau fs-12 lh-16'&gt;Ein zweites zentrales Beweisstück im Prozess gegen Megrahi stellten zwei Teilstücke einer Zeitzündvorrichtung dar, die nach Polizeiangaben unter den Trümmern gefunden wurden. Zündvorrichtungen dieses Typs waren von der Schweizer Firma Mebo an Libyen geliefert worden; zwei Prototypen gingen auch an eine wissenschaftliche Abteilung des DDR-Staatssicherheitsdienstes nach Ost-Berlin.&lt;/p&gt;&lt;p class='dunkelgrau fs-12 lh-16'&gt;Libyen wurde daraufhin für den Lockerbie-Anschlag politisch in Haftung genommen und unter anderen von den UN mit Handelssanktionen bestraft. Erst ein Jahrzehnt nach dem Attentat, nachdem die libysche Führung einen Kurswechsel vollzogen hatte, setzte sie Ende der neunziger Jahre Kooperationszeichen.&lt;/p&gt;&lt;p class='dunkelgrau fs-12 lh-16'&gt;Sie erkannte zwar nicht die Verantwortung für das Attentat an, aber für die Handlungen ihrer staatlichen Bediensteten. Libyen lieferte Megrahi und den zweiten Angeklagten Fhimah, der später freigesprochen wurde, an die schottische Justiz aus. Die Bedingung dafür war, dass der Prozess gegen die beiden auf neutralem Boden stattfinde.&lt;/p&gt;&lt;p class='dunkelgrau fs-12 lh-16'&gt;&lt;b&gt;Juristische Fehlgeburt&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class='dunkelgrau fs-12 lh-16'&gt;Der UN-Beobachter Köchler übte nach dem Verfahren in den Jahren 2001 und 2002 scharfe Kritik am Vorgehen der Justiz und nannte das Urteil eine juristische Fehlgeburt. Nach seiner Begutachtung gab es Mängel sowohl in der Verhandlungsführung als auch in der Beweiswürdigung.&lt;/p&gt;&lt;p class='dunkelgrau fs-12 lh-16'&gt;Es sei vom Gericht nicht zur Kenntnis genommen worden, dass dem zentralen Zeugen Gauci, der den Angeklagten als Einkäufer der Kinderkleidung wiedererkannte, kurz vor seiner Aussage ein Zeitungsfoto Megrahis gezeigt worden war. Die schottische Revisionskommission, die jetzt – nach mehr als vier Jahre währenden Überprüfungen – ein neues Berufungsverfahren zuließ, folgte dabei unter anderem Köchlers Argumentationen, die Glaubwürdigkeit des Zeugen Gauci betreffend.&lt;/p&gt;&lt;p class='dunkelgrau fs-12 lh-16'&gt;&lt;b&gt;Beweisstück erst braun und dann verkohlt&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class='dunkelgrau fs-12 lh-16'&gt;Die brisantere Frage, ob die Fragmente des Bombenzünders manipuliert wurden, um ein Urteil gegen den libyschen Angeklagten sicherzustellen, ist von der Revisionskommission nicht detailliert untersucht worden. Schon vor der eidesstattlichen Versicherung des Schweizer Ingenieurs hatten sein früherer Arbeitgeber, der Chef der Herstellerfirma Mebo, Bollier, und ein bislang anonym gebliebener schottischer Polizeibeamter derartige Vermutungen geäußert.&lt;/p&gt;&lt;p class='dunkelgrau fs-12 lh-16'&gt;Die Zeitschalter-Firma Mebo geriet durch die Anklage Libyens in den neunziger Jahren in dramatische wirtschaftliche Schwierigkeiten: Sie sah sich einer Schadensersatzklage von PanAm ausgesetzt und um ihren Leumund gebracht.&lt;/p&gt;&lt;p class='dunkelgrau fs-12 lh-16'&gt;Bollier versuchte vergeblich, bei seiner Zeugenaussage im Prozess gegen Megrahi seine Auffassung vorzubringen, die als Beweisstücke eingeführten Schalterteile könnten nicht aus jenen Lieferungen stammen, die er einst nach Libyen geschickt hatte. Die dorthin gelieferten Schalttafeln seien grün gewesen, eines der ihm gezeigten Bruchstücke habe aber zunächst eine braune Farbe gehabt, bei einer späteren Vorlage sei es so verkohlt gewesen, dass man die Färbung nicht mehr habe erkennen können.&lt;/p&gt;&lt;p class='dunkelgrau fs-12 lh-16'&gt;&lt;b&gt;„Es konnte &lt;/b&gt;&lt;b&gt;für mich&lt;/b&gt;&lt;b&gt; lebensgefährlich werden“&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class='dunkelgrau fs-12 lh-16'&gt;Der einst bei Bollier angestellte Ingenieur Lumpert hatte hingegen bei seiner eigenen Aussage die Vorwürfe seines Chefs nicht unterstützt, sondern sinngemäß angegeben, die Firma habe solche Teile nach Libyen geliefert. Erst jetzt hat Lumpert diese Haltung in seiner Erklärung widerrufen und überdies sogar den Hinweis gegeben, jener Zündschalter, aus dem dann ein Beweisstück wurde, sei einer von drei von ihm selbst hergestellten Prototypen gewesen, die er „bei Mebo entwendet“ und in „unerlaubter Weise an eine offizielle Ermittlungsperson im ,Lockerbie-Fall‘ am 22. Juni 1989 übergeben“ habe.&lt;/p&gt;&lt;p class='dunkelgrau fs-12 lh-16'&gt;Er habe zu jenem Zeitpunkt nicht gewusst, dass dieser Schalter als Beweismittel im Lockerbie-Fall eine zentrale Bedeutung erhalten werde. Als ihm das bei weiteren polizeilichen Vernehmungen 1991 klargeworden sei, habe er „unbeschreibliche“ Depressions- und Angstzustände bekommen.&lt;/p&gt;&lt;p class='dunkelgrau fs-12 lh-16'&gt;Lumpert gibt an, als er gemerkt habe, „dass das Schaltbrett nach meiner unerlaubten Aushändigung für eine vorsätzliche politisch kriminelle Machenschaft missbraucht wurde, war für mich klar, dass ich ,mitten darin‘ steckte, und ich entschied mich, den Mund zu halten, denn es konnte ansonsten für mich, als ungewollten Geheimnisträger, lebensgefährlich werden“.&lt;/p&gt;&lt;p class='dunkelgrau fs-12 lh-16'&gt;&lt;b&gt;Beweismanipulation öffentlich eingestehen&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class='dunkelgrau fs-12 lh-16'&gt;Lumpert sagt zu den Gründen, warum er nun frühere Aussagen revidiere, der Zeitpunkt sei günstig, weil jetzt nach dem schottischen Revisionsspruch das Verfahren ohnehin wiederaufgenommen werde, überdies seien die Entwendung und die Weitergabe des Teils im Jahre 1989 und seine Falschaussage im Prozess 2001 strafrechtlich verjährt.&lt;/p&gt;&lt;p class='dunkelgrau fs-12 lh-16'&gt;Lumperts früherer Arbeitgeber Bollier sagte, er habe erwogen, gegen Lumpert wegen dessen Aussage im Prozess Strafanzeige zu stellen, weil dadurch die Firma Mebo belastet worden sei, habe sich dann aber mit seinem früheren Angestellten darauf geeinigt, dass dieser seine Mitwirkung an einer Beweismanipulation öffentlich eingestehen solle.&lt;/p&gt;&lt;p class='dunkelgrau fs-12 lh-16'&gt;Die schottische Justiz hat bislang die Wiederaufnahme des Lockerbie-Verfahrens nicht terminiert. Nach der Entscheidung der Revisionskommission hieß es, das könne frühestens im Jahr 2008 geschehen, also im zwanzigsten Jahr nach dem Attentat.&lt;/p&gt;&lt;/span&gt;&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;&lt;p class='poweredbyperformancing'&gt;Powered by &lt;a href='http://scribefire.com/'&gt;ScribeFire&lt;/a&gt;.&lt;/p&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4941815681349056564-6851997433148278909?l=qwerleser.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://qwerleser.blogspot.com/feeds/6851997433148278909/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4941815681349056564&amp;postID=6851997433148278909' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4941815681349056564/posts/default/6851997433148278909'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4941815681349056564/posts/default/6851997433148278909'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://qwerleser.blogspot.com/2007/08/beweisflschungen-gegen-libyen-im-fall.html' title='Beweisfälschungen gegen Libyen im Fall Lockerbie'/><author><name>querleser</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01472918704659673210</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-4941815681349056564.post-4794192290081472297</id><published>2007-08-30T12:47:00.001+02:00</published><updated>2007-08-30T12:51:25.120+02:00</updated><title type='text'>Mohammed, karikiert</title><content type='html'>&lt;div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml"&gt;&lt;p class="blau bold fs-12 lh-15 sp-0"&gt;Schweden&lt;/p&gt;&lt;p class="schwarz-bold-14-17 sp-0"&gt;Mohammed, karikiert&lt;/p&gt;&lt;p class="dunkelgrau-kursiv-12-16 sp-0 sp-tp-2"&gt;Von Siegfried Thielbeer, Kopenhagen&lt;/p&gt;&lt;img src="http://www.faz.net/img/leer.gif" height="1" width="363" /&gt;

&lt;span class="dunkelgrau fs-12 lh-16"&gt;&lt;table style="float: left; margin-top: 3px; margin-right: 5px; margin-bottom: 6px;" border="0" cellpadding="0" cellspacing="0" width="174"&gt;&lt;tbody&gt;&lt;tr&gt;&lt;td&gt;&lt;a href="http://www.faz.net/s/RubDDBDABB9457A437BAA85A49C26FB23A0/Doc%7EE18EABB7C831342FB9E00F5DF8601DC7C%7EATpl%7EEcommon%7ESMed.html"&gt;&lt;img alt="" src="http://www.faz.net/m/%7B98D403CD-5B27-49B1-A5A9-7330097835D7%7DFile1.jpg" border="0" height="158" width="174" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;tr&gt;&lt;td onclick="location='/s/RubDDBDABB9457A437BAA85A49C26FB23A0/Doc~E18EABB7C831342FB9E00F5DF8601DC7C~ATpl~Ecommon~SMed.html'; " style="cursor: pointer;" class="bu"&gt;Die Zeitung "Nerikes Allehanda" druckte die Bilder&lt;/td&gt;&lt;/tr&gt;&lt;/tbody&gt;&lt;/table&gt;
&lt;span class="dunkelgrau fs-12 lh-16"&gt;&lt;i&gt;30. August 2007 &lt;/i&gt;
Auch Schweden droht nun eine Karikaturenkrise ähnlich der, die Anfang 2006 Dänemark wegen der Mohammed-Karikaturen traf. Auch der Anlass ist ähnlich: Mehrere schwedische Museen hatten sich aufgrund von „Sicherheitsrisiken“ geweigert, Zeichnungen des Künstlers Lars Vilk auszustellen, darunter Karikaturen, die Mohammed als Hund zeigen. Die Sicherheit des Personals und der Besucher, hieß es, könne ansonsten nicht mehr garantiert werden.&lt;/span&gt;
&lt;p class="dunkelgrau fs-12 lh-16"&gt;Über diese vorauseilende Selbstzensur empörten sich liberale Zeitungen und druckten die Zeichnungen, darunter Schwedens auflagenstärkstes Qualitätsblatt „Dagens Nyheter“ sowie die Boulevardzeitungen „Expressen“ und „Aftonbladet“. Zudem veröffentlichte die in Örebro
erscheinende „Nerikes Allehanda“ am 19. August eine Zeichnung von Vilk,
die Mohammed als Hundedenkmal in der Mitte eines Kreisverkehrs zeigt.
Das Blatt illustrierte damit seinen Leitartikel zur Meinungsfreiheit.&lt;/p&gt;&lt;p class="dunkelgrau fs-12 lh-16"&gt;&lt;b&gt;Erregte Debatte&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="dunkelgrau fs-12 lh-16"&gt;In Schweden brach, nicht nur unter Kunstkritikern, eine erregte Debatte
los. Waren die Zeichnungen etwa ästhetisch schwach und auch deshalb
eine ganz unnötige Provokation der Muslime? Sollte man alles tun, was
man tun dürfe? Zielte der Provokateur Vilk vielleicht auf die
Verlogenheit der Kunst- und Kulturszene und hatte gar nicht die
Absicht, Mohammed zu treffen? Vilk seinerseits provozierte weiter,
legte neue Zeichnungen vor, in denen er antisemitische Klischees
bediente und auch nicht davor zurückscheute, Jesus zu karikieren.&lt;/p&gt;&lt;p class="dunkelgrau fs-12 lh-16"&gt;Im schwedischen Reichstag stellte die liberale Volkspartei eine Anfrage an
die Regierung, wie sie im Zusammenhang mit der Hundezeichnung zur
Kunstfreiheit stehe - und wie sie die Sicherheit von Institutionen
garantieren wolle, die kontroverse Kunst ausstellten. Die
Reichstagsabgeordnete Cecilia Wikström, zugleich stellvertretende
Vorsitzende des Kulturausschusses, argumentierte, seit der Publikation
der Karikaturen in der dänischen Zeitung „Jyllands-Posten“ seien
Selbstzensur und Rücksichtnahme übertrieben worden, zugleich erinnerte
sie an die Absage der Idomeneo-Aufführung in Berlin. Vilk selbst
meinte, die Argumente der Museen seien maßlos übertrieben, wenn nicht
gar frei erfunden.&lt;/p&gt;&lt;p class="dunkelgrau fs-12 lh-16"&gt;&lt;b&gt;Iran protestiert&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;p class="dunkelgrau fs-12 lh-16"&gt;Ähnlich
wie in Dänemark haben sich nun mit einiger Verspätung muslimische
Organisationen zu Wort gemeldet. Hatte anfangs noch eine ihrer
schwedischen Gruppen großzügig angeboten, selbst die Zeichnungen Vilks
auszustellen, so gehen jetzt muslimische Demonstranten auf die Straße
und protestieren, zumal in Örebro, gegen die Verhöhnung Mohammeds.
Weitere Demonstrationen wurden für den kommenden Freitag angekündigt.
Am vergangenen Montag nahm sich Iran offiziell des Themas an und
protestierte bei der schwedischen Regierung. Das schwedische
Außenministerium bestätigte am Dienstag, dass eine
Botschaftsvertreterin in das Teheraner Außenministerium einbestellt
worden sei, um den Protest entgegenzunehmen. Die Reaktion des
schwedischen Außenministeriums war kühl. In Schweden herrsche
Pressefreiheit, also wolle sich die Regierung in den Fall nicht
einmischen. Von Übergriffen auf diplomatische Einrichtungen Schwedens
in Iran sei nichts bekannt.&lt;/p&gt;&lt;p class="dunkelgrau fs-12 lh-16"&gt;Irans Präsident Mahmud Ahmadineschad erklärte am Dienstag, die Karikatur
könne die bilateralen Beziehungen nicht beeinträchtigen. Er sprach vom
„dummen Fehler einer unbedeutenden Zeitung“. Die Angelegenheit solle
nicht überbewertet werden. Der Präsident sah hinter der Publikation
eine Verschwörung der Zionisten, die verhindern wollten, dass es
zwischen Iran und Schweden gute Beziehungen gebe.&lt;/p&gt;&lt;p class="dunkelgrau fs-12 lh-16"&gt;Ulf Johansson, der Chefredakteur von „Nerikes Allehanda“, bedauerte die
Publikation nicht. Die meisten Leser, erklärte er, hätten Unterstützung
bekundet, auch wenn es einige gebe, die ihn persönlich zur Hölle
wünschten. Etwas verblüfft sei er darüber, dass just seine Zeitung in
den Mittelpunkt der Debatte gerückt sei, obwohl auch größere Blätter
die Karikaturen gedruckt hätten. Aber das liege wohl daran, dass die
Proteste in Örebro stattgefunden hätten.&lt;/p&gt;&lt;/span&gt;&lt;span class="dunkelgrau fs-10 lh-12"&gt;Text: F.A.Z., 30.08.2007, Nr. 201 / Seite 38&lt;/span&gt;
&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/4941815681349056564-4794192290081472297?l=qwerleser.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://qwerleser.blogspot.com/feeds/4794192290081472297/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=4941815681349056564&amp;postID=4794192290081472297' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4941815681349056564/posts/default/4794192290081472297'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/4941815681349056564/posts/default/4794192290081472297'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://qwerleser.blogspot.com/2007/08/mohammed-karikiert_30.html' title='Mohammed, karikiert'/><author><name>querleser</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01472918704659673210</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry></feed>
